An mindestens
drei Plätzen in Mecklenburg-Vorpommern können Sie
sich anschaulich über das Leben der Menschen vor 1000 und
mehr Jahren informieren:
Am Rande
der Kreisstadt Neustrelitz und in Passentin (in der Nähe
von Neubrandenburg) gibt es nachgebaute Slawendörfer, die
es als touristische Attraktionen nicht so ganz genau nehmen
mit "der Wissenschaft". In Gross-Raden bei Sternberg
gibt es ein Freilicht-Museum an historisch nachgewiesener Stelle.
Die Redaktion
von Reiseland-Mecklenburg-Vorpommern.de hat für Sie alle
diese Stätten besucht; die Ergebnisse finden wir recht
aufschlussreich:
Die Anlage
in Gross-Raden ist sehr eindrucksvoll. Sie wird langfristig
gesehen sicherlich einen hervorragenden Einblick in die Lebensweise
unserer Vorfahren geben. Allerdings leidet sie wohl unter akuter
Finanznot: Das moderne Ausstellungsgebäude dieser sehr
ausgedehnten Anlage ist seit mehreren Jahren wegen Umbauarbeiten
geschlossen. Das Freigelände ist sehr authentisch gestaltet
an einem nachgewiesenen alten Siedlungsort.
Das archäologische
Freilichtmuseum Groß Raden ist ein altslawischer Tempelort des
9. und 10. Jahrhunderts mit Flechtwandhäusern und Wallanlagen.
Mehrere Siedlungsphasen wurden rekonstruiert.
Öffnungszeiten:
April bis Oktober täglich 10.00 -17.30 Uhr; Nov.- März
10.00 -16.30 Uhr; Montag geschlossen
Für Gruppen
und Schulklassen wird nach Absprache angeboten: Getreidemahlen,
Brot- und Fladenbacken, Anfertigen einer Handspindel, Tonperlen
formen, verzieren und brennen

Die beiden
anderen Dörfer sind den Lebensbedingungen unserer Vorfahren
zwar nachempfunden, haben aber nicht den Ehrgeiz, wissenschaftlich
korrekte Darstellungen zu liefern. Sie sind
wesentlich "einfacher zu konsumieren" und bieten durch
mehrere "haupt- und ehrenamtliche Slawen" praktische
Einblicke in die Handwerkskunst der Slawenzeit.
Wir werden
alle drei Projekte sobald wie möglich genauer vorstellen.